Oden

Oden

Oden (おでん, 御田) ist eine Art von Nabemono (japanische Eintopfgerichte), die aus verschiedenen Zutaten wie gekochten Eiern, Daikon, Konjak und verarbeiteten Fischfrikadellen besteht, die in einer leichten Dashi-Brühe mit Sojageschmack gedünstet werden.

Ursprünglich war Oden das, was heute üblicherweise misodengaku oder einfach dengaku genannt wird; Konjak (konnyaku) oder Tofu wurde gekocht und mit Miso gegessen. Später wurden die Zutaten nicht mehr mit Miso, sondern in Dashi gekocht, und Oden wurde populär. Die Zutaten variieren je nach Region und von Haushalt zu Haushalt. Karashi wird oft als Gewürz verwendet.

Oden wird häufig an Imbisswagen verkauft, aber auch einige Izakayas und mehrere Supermarktketten bieten es an, und es gibt spezielle Oden-Restaurants. Es werden viele verschiedene Sorten verkauft, wobei Gerichte mit nur einer Zutat manchmal schon für 100 Yen zu haben sind. Obwohl es normalerweise als Wintergericht gilt, bieten einige Wagen und Restaurants Oden das ganze Jahr über an. In vielen dieser Restaurants wird die Brühe als Hauptvorrat aufbewahrt und nach und nach aufgefüllt, damit sich der Geschmack über Monate und Jahre hinweg vertiefen und entwickeln kann.

 

Regionale Unterschiede

Japan

In Nagoya nennt man es Kantō-ni (関東煮) und verwendet Sojasauce als Dip-Sauce. Miso-Oden werden in Hatchomiso-Brühe gekocht, die leicht süßlich schmeckt. Konjak und Tofu sind häufige Zutaten.

In der Region Kansai wird dieses Gericht manchmal Kanto-daki (関東炊き) genannt und ist in der Regel kräftiger gewürzt als die leichtere Kantō-Version.

Bei Oden in Shizuoka wird eine dunkel gefärbte Brühe verwendet, die mit Rinderbrühe und dunkler Sojasauce gewürzt ist, und alle Zutaten werden aufgespießt. Getrockneter und gemahlener Fisch (Sardine, Makrele oder Katsuobushi) und Aonori-Pulver werden vor dem Verzehr darüber gestreut.

Udon-Restaurants in der Präfektur Kagawa in Shikoku bieten fast immer Oden als Beilage an, die mit süßem Miso gegessen werden, während man auf Udon wartet.

Außerhalb Japans

China

In China vermarktet 7-11 Oden als Haodun (好炖), ein Wortspiel auf "guter Topf".

Südkorea

In Südkorea ist das aus dem japanischen oden entlehnte Wort odeng (오뎅) ein Synonym für eomuk (Fischfrikadellen). Die gekochten Gerichte, die aus Fischfrikadellen bestehen, werden mit Namen wie odeng-tang (오뎅탕) oder eomuk-jeongol (어묵전골) bezeichnet, wobei die Wörter tang (Suppe) oder jeongol (heißer Topf) an den Namen der Zutat angehängt werden. Die Straßenversion wird von kleinen Wagen aus verkauft und in der Regel mit einer würzigen Suppe serviert. Es ist auf den Straßen Südkoreas sehr verbreitet und es gibt viele Restaurants, die es auf der Speisekarte haben oder sich darauf spezialisiert haben.

 

Taiwan

Oden wurde während der japanischen Herrschaft in die taiwanesische Küche eingeführt und wird im taiwanesischen Hokkien als olen (Pe̍h-ōe-jī: o͘-lián) bezeichnet, was ins taiwanesische Mandarin als hēilún (chinesisch: 黑輪) entlehnt wurde.

Tianbula (Chinesisch: 甜不辣; pinyin: tiánbùlà; wörtlich: "süß, nicht scharf") ist eine gängige Zutat für Oden und ein beliebter Snack auf den Nachtmärkten. Tianbula ist eigentlich japanische Satsuma-Age und wurde von Menschen aus Kyushu (wo Satsuma-Age gemeinhin als Tempura bekannt ist) nach Taiwan eingeführt, als Taiwan unter japanischer Herrschaft stand. Neben den traditionelleren Zutaten werden im taiwanesischen Oden auch viele lokale Zutaten verwendet, wie Schweinefleischbällchen und Blutpudding. In jüngerer Zeit wird Oden auch in Lebensmittelgeschäften angeboten, wo es als guāndōngzhǔ (關東煮) verkauft wird.