Kuchi-e

Kuchi-e

Kuchi-e sind Titelbilder von Büchern, insbesondere Frontispizen aus Holzschnitten für Literaturzeitschriften und Liebesromane, die in Japan von den 1890er bis zu den 1910er Jahren veröffentlicht wurden.

 

Beschreibung

Sie stellen in der Regel Frauen dar und werden auf dem Buchrücken platziert oder in Literaturzeitschriften eingefügt, um den Lesern einen Eindruck von der Art der darin enthaltenen Geschichten zu vermitteln. Die meisten Kuchi-e sind Drucke von Liebesromanen, die für ein weibliches Publikum bestimmt waren. Einige sind Lithografien und einige sind in andere Arten von Literatur eingefügt.

Die meisten sind 22 × 30 cm oder 14 × 20 cm groß, wobei die ersteren dreifach und die letzteren halb gefaltet sind. Bei den Kuchi-e von Mizuno Toshikata sind die beiden horizontalen Faltlinien und der Rand auf der Oberseite für den Einband besonders bemerkenswert.

Zu den Künstlern, die Kuchi-e zeichnen, gehören:

  • Hirezaki Eiho,
  • Ikeda Shoen,
  • Kiyokata Kaburagi,
  • Kajita Hanko,
  • Mishima Shoso,
  • Miyagawa Shuntei,
  • Mizuno Toshikata,
  • Odake Kokkan,
  • Ogata Gekkō,
  • Suzuki Kason,
  • Takeuchi Keishu,
  • Terasaki Kogyo,
  • Tomioka Eisen,
  • Tsutsui Toshimine,
  • Utagawa Kunimatsu,
  • Watanabe Shōtei
  • und Yamada Keichu.

 

Übersetzung

Das Wort kuchi-e (口絵) wird gewöhnlich mit "Bild" (e) von "Mund" (kuchi) übersetzt. Allerdings kann 口 auch "Öffnung" bedeuten, wie in dem zusammengesetzten Wort iri-guchi (入口, "Eingang") und guchi (出口, "Ausgang").

So verstanden vermittelt die Übersetzung "Eingangsbild" deutlicher die beabsichtigte Funktion eines Kuchi-e als Frontispiz eines literarischen Werks. Die Übersetzung "Eingangsbild" ist also nicht nur ein Beispiel für die Bedeutung des Kuchi-e als Frontispiz eines literarischen Werks.