Japanischer Ahorn: Vollständiger Leitfaden

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Japanischer Ahorn ist einfach im K√ľbel oder im Boden zu kultivieren, wobei die meisten einen gesch√ľtzten, schattigen Platz bevorzugen. Klein und langsam wachsend, mit einer anmutigen Wuchsform und wundersch√∂nem Laub, sind sie die perfekte Wahl f√ľr jeden noch so kleinen Garten.

Bevor Sie loslegen

Auswahl eines japanischen Ahorns

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Japanische Ahornb√§ume haben eine Vielzahl von Formen, und ihre Bandbreite an Blattfarben, Formen und Herbstfarben sorgt f√ľr ganzj√§hriges Interesse, besonders f√ľr kleinere G√§rten.

Japanische Ahorne k√∂nnen je nach Wachstumsbedingungen in f√ľnfzig Jahren bis zu 8 m hoch werden, aber die meisten sind kleine, langsam wachsende B√§ume, die selten mehr als 1-2 m hoch werden - ideal f√ľr den kleineren Garten oder einen Container.

  • Acer japonicum-Selektionen neigen dazu, kleine, ausladende B√§ume zu bilden.
  • Acer palmatum-Selektionen sind eher strauchartig, da sie eher breit als hoch sind.
  • Beide oben genannten Sorten bieten eine Vielzahl von Formen, darunter aufrechtes, ausladendes oder h√§ngendes Design.

Nachdem Sie dar√ľber nachgedacht haben, welche H√∂he und Form Sie w√ľnschen, denken Sie √ľber die Blattfarbe nach. Es ist erw√§hnenswert, dass die gleichen Bl√§tter zu verschiedenen Zeiten des Jahres unterschiedliche Farben haben k√∂nnen.

  • Neu austreibende Bl√§tter reichen in der Farbe von gelb √ľber lindgr√ľn bis hin zu leuchtend rosa. Sie sind meist handf√∂rmig mit fingerartigen Lappen oder so fein geschnitten, dass sie spitzenf√∂rmig erscheinen
  • Die Herbstf√§rbung reicht von leuchtendem Gelb √ľber Orange bis zu intensivem Rot
  • Rotbl√§ttrige Sorten brauchen etwas Sonne, um eine satte Blattfarbe zu entwickeln

Japanische Ahorne wachsen gut in einer Reihe von Böden, so dass dies kein großer limitierender Faktor bei der Auswahl sein muss. Am besten gedeihen sie jedoch in Böden, die gut durchlässig sind und viel organisches Material enthalten, wie z. B. Gartenkompost oder Bodenverbesserer aus dem Gartencenter.

Die Bäume sind in den meisten Gartencentern oder auf Blumenausstellungen erhältlich.

Japanische Ahorne werden h√§ufig als kleine, im Container gezogene B√§ume verkauft, k√∂nnen aber auch als wurzelnackte B√§ume vom Sp√§therbst bis in den Winter hinein in spezialisierten Baumschulen erh√§ltlich sein. W√§hlen Sie einen Baum mit einem gut ausbalancierten Ger√ľst aus Haupt√§sten.

Das Laub von im Container gezogenen Bäumen sollte keine Anzeichen von Austrocknung zeigen, wie z. B. Bräunung entlang der Blattränder.

Bepflanzung

Wann soll gepflanzt werden?

Pflanzen Sie vom fr√ľhen Herbst bis zum Winter, also typischerweise von Oktober bis M√§rz.

Wo sollte gepflanzt werden?

  • Diese langsam wachsenden, kleinen B√§ume sind ideal f√ľr kleinere G√§rten, k√∂nnen aber in jedem Garten eine tolle Figur machen
  • Der Japanische Ahorn ist winterhart, gedeiht aber am besten an einem windgesch√ľtzten Platz. Rot- und violettbl√§ttrige Sorten brauchen etwas Sonne, um ihre dunklen Farbt√∂ne voll zu entfalten. Buntbl√§ttrige japanische Ahorne brauchen Halbschatten, damit die Nachmittagssonne das Laub nicht versengt. Gr√ľnbl√§ttrige Formen vertragen volle Sonne, sind aber im Halbschatten am besten aufgehoben, da sehr helle Bedingungen manchmal Versengungen verursachen k√∂nnen.
  • Der Japanische Ahorn gedeiht am besten in leicht sauren, humusreichen, gut durchl√§ssigen B√∂den. Sie kommen in den meisten B√∂den gut zurecht, jedoch k√∂nnen Sie dem Baum etwas auf die Spr√ľnge helfen, indem Sie gut verrottetes organisches Material wie Gartenkompost oder Gartencenter-Bodenverbesserer einarbeiten. Wir haben einen Leitfaden zusammengestellt, der Ihnen hilft, Ihren Bodentyp zu bestimmen
  • Der Baum bevorzugt Platz f√ľr¬†seine Wurzeln und gedeiht am besten, wenn sie nicht mit den Pflanzen um sie herum konkurrieren m√ľssen.
  • Japanische Ahorne m√∂gen ihre Wurzeln recht flach, also pflanzen Sie sie mit nicht mehr als 2,5 cm Erde √ľber den Hauptwurzeln ein.

K√ľbel-Pflanzung

Viele der kleineren Sorten eignen sich hervorragend f√ľr K√ľbel. Japanische Ahorne "verkr√ľppeln sich selbst", d.h. ihr oberes Wachstum nimmt ab, wenn ihre Wurzeln eingeengt werden. Wenn Sie sie in einen Container pflanzen, ist es immer noch ratsam, sich auf kleine bis mittlere Sorten oder Zwergformen zu konzentrieren.

Die Pflege

Bewässerung

Gie√üen Sie regelm√§√üig in trockenen Perioden im ersten Jahr, um die Etablierung zu unterst√ľtzen, besonders wenn Sie im Fr√ľhjahr oder sp√§ter im Sommer gepflanzt haben.

W√§hrend hei√üer, trockener Perioden m√ľssen Sie eventuell einmal pro Woche gie√üen, da die Bl√§tter dann braun werden und sich an den R√§ndern kr√§useln.

Gie√üen Sie B√§ume in¬†K√ľbeln regelm√§√üig, damit sie nicht austrocknen. Das kann bei hei√üem Wetter mindestens einmal am Tag bedeuten.

D√ľnger

B√§ume im Freiland m√ľssen nicht¬†ged√ľngt werden, aber ein Allzweckd√ľnger, wie z. B. Growmore, kann jedes Jahr Ende Februar mit 70 g pro m¬≤ ausgebracht werden, um mehr Wachstum zu f√∂rdern.

Damit die B√§ume nicht austrocknen und um Unkraut zu unterdr√ľcken, mulchen Sie sie mit einer 10 cm dicken Schicht Gartenkompost oder Rindenmulch. Halten Sie diese jedoch vom Stamm fern, da er sonst verrottet.

Probleme, Krankheiten, Schädlinge

Der Japanische Ahorn leidet meist nicht unter ernsthaften Problemen mit Insekten oder Krankheiten.

Sie k√∂nnen anf√§llig sein f√ľr Stammkrebs, Blattflecken, Fusarium, Verticillium-Welke, Botrytis, Anthraknose und Wurzelf√§ule.

Milben k√∂nnen l√§stig sein, und andere Sch√§dlinge k√∂nnen Blattl√§use, Schildl√§use, Bohrer und Wurzelr√ľssler umfassen.

Fakten √ľber den Japanischen Ahorn

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  • Es gibt viele Acers, aber nur drei Arten werden allgemein als japanischen Ahorn bezeichnet, und nur zwei davon werden sehr h√§ufig angebaut: Acer japonicum, der aus Japan, Korea und der Mandschurei stammt und Acer palmatum, der aus Japan und Ostchina stammt. Einige kommen auch aus der √∂stlichen Mongolei und dem S√ľdosten Russlands.
  • Der Japanische Ahorn w√§chst typischerweise nur 30-60 cm pro Jahr. Dennoch k√∂nnen¬†er unter den richtigen Bedingungen √ľber hundert Jahre alt werden.
  • In Japan wird der Ahorn "Herbstbegr√ľ√üungsbaum" genannt und er wird im westlichen Teil von G√§rten gepflanzt (die Richtung, aus der der Herbst kommt).

  • Auf die unscheinbaren Bl√ľten folgen die Fr√ľchte, die Samaras genannt werden. Das sind N√ľsschen, die von einem papierartigen, faserigen Gewebe umschlossen sind, das die Form von Fl√ľgeln hat. Sie sind so geformt, dass sie sich beim Fallen drehen und die Samen mit dem Wind eine betr√§chtliche Strecke weit tragen.
  • Die Samen von japanischen Ahornb√§umen k√∂nnen gesammelt werden, aber es ist nicht garantiert, dass die S√§mlinge exakte Klone der Mutterpflanze sind. W√§hrend diese B√§ume aus Stecklingen gezogen werden k√∂nnen, sind die meisten langsam wachsend, schwach und schwer zu √ľberwintern. Die meisten japanischen Ahornb√§ume, die Sie in Gartencentern sehen, sind das Ergebnis einer Pfropfung, bei der die ausgew√§hlte Sorte mit einer als S√§mling gez√ľchteten Unterlage verbunden wird, so dass sie zusammen weiterwachsen k√∂nnen. Das Pfropfen funktioniert gut,¬†wenn¬†Sie mit einer Unterlage beginnen, die kr√§ftig und bereits ein Jahr alt ist.
  • Die Entwicklung von japanischen Ahornsorten begann in Japan um 1700, wurde aber erst 1820 im Westen gesehen, als sie in England eingef√ľhrt wurden.

  • Japanische Ahorne gedeihen am besten in den Zonen 5 - 8, k√∂nnen aber in k√§lteren und w√§rmeren Zonen im K√ľbel gezogen werden, wenn Sie f√ľr eine angemessene Pflege sorgen k√∂nnen. In k√§lteren Zonen sollten Sie die Pflanze vollst√§ndig ruhen lassen und sie dann in eine ungeheizte Garage oder einen anderen gesch√ľtzten, k√ľhlen Bereich bringen. In w√§rmeren Zonen sollten Sie den japanischen Ahorn an einen schattigen Standort stellen, an dem er vor austrocknenden Winden gesch√ľtzt wird.
  • Frittierte Ahornbl√§tter sind ein sehr beliebter Snack in Osaka, und das offenbar schon seit mindestens tausend Jahren. Die Stadt Minoh, die im n√∂rdlichen Teil der Pr√§fektur liegt, ist besonders ber√ľhmt f√ľr ihre frittierten Bl√§tter. Die Ahornbl√§tter werden in Tempurabutter getaucht und gebraten, wodurch sie ihren einzigartigen Geschmack erhalten. Die K√∂che in Minoh lagern ihre Bl√§tter normalerweise ein Jahr lang in F√§ssern mit Salz, was sie besonders schmackhaft macht.